Testimonials
WJ Organspende - Initiiert von den WJ Märkisches Sauerland
Auf dieser Seite finden Sie alle Testimonials in chronologischer Auflistung, die uns von Freunden und Unterstützern zugeschickt wurden.
Macht mit! Werdet Teil unserer Bewegung! Sendet uns einfach auch eure Gedanken zum Thema „Organspende“ mit einem Foto zur Veröffentlichung.
„Auch schon lange bevor ich Vater geworden bin, habe ich einen Organspendeausweis bei mir getragen. Jetzt, als 2-facher Vater, ist das noch viel mehr eine Herzensangelegenheit. Denn man weiß nie, wann man selbst oder einer seiner Lieben es mal nötig hat…“
Bernd Ruffing
Abi in der Tasche-jetzt kann das Leben starten! So haben wir damals gedacht. Doch dann kam der Anruf-zwei Wochen nach dem Abiball. Meine beste Freundin lag mit plötzlichen Gehirnblutungen (genetisch bedingt) im Krankenhaus im Koma und es sah nicht gut aus. In diesem Moment geht dir viel im Kopf rum-was passiert jetzt? Hält sie durch?
Unsere Pläne für die Zeit nach der Schule? Doch es war schon zu spät. Keine 24 Stunden später stand fest, sie ist hirntot und werde nicht mehr aufwachen. Schock-alles ist vorbei? Es sollte doch alles erst anfangen? Ein kleiner Hoffnungsschimmer in diesen dunklen Tagen war jedoch, als die Mutter meiner Freundin mir berichtete, dass ihr letzter Wille erfüllt wurde.
Letzter Wille einer 19-Jährigen? Mit 16 hatten meine Freundin und ich nicht nur diesen kleinen Papierausweis ausgefüllt, sondern auch unseren Familien klar mitgeteilt, das wir unsere Organe spenden wollten-wenn der Fall der Fälle eintreffen sollte. Der Tod war ein Schock-für die Familie meiner Freundin und für mich. Aber es war ein schönes Gefühl, dass dieser nicht vollkommen umsonst war und einige Menschen dadurch eine neue Chance hatten.
Denn damals für sie und noch heute für mich, ist Organspende eine wichtige und richtige Entscheidung-manchmal auch um den plötzlichen Tod eines lieben Menschen besser verkraften zu können.
Wie der Heartseeker beim Zauberer von Oz erkannte braucht man ein Herz um glücklich zu sein, denn der Verstand macht nicht glücklich. Wir benötigen unsere Organe um wirklich leben zu können.
Das Bild zeigt mich auf 2.500 Höhenmetern bei einer kurzen Rast während der Alpenüberquerung.
Ohne gute Organe sind solche Herausforderungen nicht möglich und für mich ein Leben nicht lebenswert. Als Motorrad Fahrerin ist es für mich klar meine Organe zu spenden, denn wenn ich sterbe benötige ich Sie sowieso nicht mehr…denn neben dem Leben steht nun auch immer der Tod.
Ich passe gut auf sie auf und pflege sie, so dass ich, wenn ich sie nicht mehr benötige, jemand anderes Leben wieder lebenswert machen kann.
Hi, ich bin Diana und seit 2012 registrierter Organspender!
Wer mich kennt der weiß, dass ich das Leben liebe …. gefährliche Herausforderungen liegen mir nicht besonders, ich bin eher der Typ Mensch, der sich auf der möglichst sicheren Seite bewegt.
Aber was ist heutzutage schon sicher? Eine Garantie auf ein langes, gesundes Leben kriegt man nicht in die Wiege gelegt, dafür aber die Chance, im Falle des plötzlichen Ablebens einem, oder wenigen sehr kranken Menschen ein Geschenk zu geben: Die Chance auf Weiterleben…. auf das Glück, das man selbst nie freiwillig aufgeben wollte.
Vielleicht stehe ich auch eines Tages selbst auf der unliebsamen Liste und muss auf diesen einen Menschen hoffen, dessen Tod mein Weiterleben bedeutet?! Niemand kann das wissen, was wir aber sicher wissen ist, dass es zu wenig Spenderorgane gibt! Also auf was wartet ihr da draußen noch?! Werdet potentieller Lebensretter mit einem Organspendeausweis! „
Ich freue mich, dass die Wirtschaftsjunioren dieses wichtige Thema angehen. Ich bin seit meiner Jugend mit einem Organspendeausweis ausgestattet und auch wenn man natürlich hofft, dass er nie benötigt wird, so ist er dann doch eine wertvolle, lebensrettende Hilfe für andere.
Hallo! Mein Name ist Jana Hennings. Ich habe mit den WJ nichts weiter zu tun, aber trotzdem eine Meinung zu dem Thema.
Ich habe mit 18 Jahren einen Organspendeausweis ausgefüllt. Damals habe ich das ohne viel Nachdenken gemacht: Wenn ich tot bin, möchte ich noch etwas Gutes mit meinen Organen tun.
Das nächste Mal wirklich mit dem Thema beschäftigt habe ich mich, als in unserer Familie ein Kind mit einem schweren Herzfehler geboren wurde. Zum Glück waren Operationen ausreichend, damit er leben kann.
Aber was wäre wenn es anders gewesen wäre, es eines meiner Kinder gewesen wäre oder sogar ich auf eine Spende angewiesen wäre? Ich hätte sofort ein Spenderorgan angenommen! Wenn ich eines annehmen würde, muss ich aber auch die Bereitschaft haben im Falle eines Falles auch zu spenden. Jeder sollte sich dessen bewusst sein und auch eine Entscheidung darüber fällen.
Mit René verbindet mich eine langjährige gute Freundschaft und ich habe seinen Krankheitsweg von Anfang an mitbekommen, mitgehofft und mitgelitten. Es zeigt, dass es jeden von uns treffen kann! Also, setzt Euch damit auseinander!
Warum ich mich für eine Organspende entschieden habe? Ganz ehrlich: Weil ich meine Organe irgendwann einfach nicht mehr brauche. Für mich ist das eine reine Frage der Logik – wenn ich nicht mehr da bin, können diese Organe für jemand anderen die Chance auf ein neues Leben sein. Warum also zögern?
Genauso wichtig ist mir aber überhaupt einen Organspendeausweis zu haben. Den auszufüllen dauert zwei Minuten, nimmt meinen Angehörigen im Ernstfall aber eine extreme Last ab. Ich möchte einfach nicht, dass meine Familie in einer ohnehin schweren Situation auch noch die emotionale Verantwortung für diese Entscheidung tragen muss. Mit dem Ausweis sorge ich für absolute Klarheit für mich und für meine Liebsten.
Organspende ist für mich gelebte Nächstenliebe. Ich habe schon früh für mich entschieden, nach meinem Tod alles spenden zu wollen, was anderen Menschen helfen kann. Denn was bringen mir meine Organe im Grab? Nichts. Für einen anderen Menschen können sie dagegen ein neues Leben bedeuten – vielleicht sogar für mehrere.
Mich berührt besonders der Gedanke, nach dem eigenen Tod noch etwas weitergeben zu können. Mit einer Entscheidung zur Organspende nach dem Tod, die das eigene Leben nicht mehr betrifft, kann man für andere einen riesigen Unterschied machen.
Auch Renés Geschichte beeindruckt mich sehr. Sie zeigt, wie wichtig es ist, niemals aufzugeben und weiterzumachen – für sich selbst und für die Menschen, die einem nahestehen.
Das Thema Organspende habe ich nie wirklich auf dem Zettel gehabt, bis ich vor einigen Jahren, während meines Auslandsaufenthaltes in Amerika mal Kontakt mit einem Schulkameraden hatte, der eine Niere brauchte. Ich habe mich damals sogar prüfen lassen, ob ich als Spender in Frage komme.
Mir war aber bewusst, dass ich das Leben eines Jungen Menschen retten könnte, dass war ein tolles Gefühl!
Als rauskam, dass ich ihm nicht helfen kann, ist das Thema wieder auf dem Abstellgleis gelandet und geriet in Vergessenheit. Ich habe schlicht weg nicht daran gedacht.
Ein paar Jahre später habe ich dann durchs Radio von einer Aktion gehört und sofort kam mir mein Schulfreund aus Amerika wieder in den Sinn. Ich informierte mich, wo ich einen Organspendeausweis Erhalten kann und bei dieser Recherche sind mir viele Artikel aufgefallen, die eher von Organspende abraten. Ich habe mir ein paar durch gelesen und habe richtig Angst bekommen. Darauf hin habe ich, mit dieser Sorge, mit meiner Freundin und einem befreundeten Pärchen gesprochen. Die Stimmung war eher anti. Nach diesem Abend habe ich das Thema Organspende für mich abgehakt.
Bis zu dem Moment, wo Du, lieber René, auf der HaKo 2019 in Lübeck auf der Bühne standest.
Ich war am nächsten Tag an dem Infostand und habe meine Bedenken geäußert und viele interessante Infos erhalten. Aber ich dachte mir: „logisch, die wollen ja, dass ich mir einen Ausweis hole. Ich frage lieber noch ein paar mehr Leute und belese mich selbst weiter zu dem Thema“.
Gesagt, getan!
Ich habe Wochenlang mit Menschen, die selbst einen Ausweis haben, sowie mit welchen die keinen haben, mit informierten Menschen und auch mit nicht informierten, mit Ärzten und anderen Mitarbeitern aus Krankenhäusern und Praxen gesprochen und konnte so meine Bedenken immer weiter abbauen. Man merkt, dass je mehr Infos Menschen haben bzw. je gebildeter im Thema Organspendeausweis, Sie sind, desto eher haben Sie selbst einen Ausweis.
Heute freue ich mich auf meinen WJ Organspendeausweis und bin stolz, eine gute Tat getan zuhaben und die Möglichkeit zu haben evtl. Menschenleben zu retten.
Das Thema Organspende war für mich eigentlich nie wirklich ein Thema. Ja, auch ich gehörte zu den Menschen, die der Meinung waren „das trifft doch nur die anderen“ und „wird mir schon nicht passieren“.
Und ganz ehrlich….die Hoffnung habe ich noch immer. Aber was, wenn doch? Wenn ich plötzlich betroffen bin? Egal auf welcher Seite!
Angefangen mich intensiv damit auseinander zusetzen habe ich, als plötzlich diese Frage einen guten Freund betraf. Das Thema war auf einmal omnipräsent.
Fragen rasten durch meinen Kopf: Was ist, wenn ich einen Unfall habe und nicht mehr für mich entscheiden kann? Oder brauche ich einmal ein Spenderorgan? Vertraue ich als potentieller Spender dem System? Geht es gerecht zu?
Ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass ich diese Frage eindeutig und schriftlich regeln muss. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich niemandem in meiner Familie zumuten möchte, im Fall der Fälle diese Entscheidung treffen zu müssen, nur weil ich zu dämlich war, vorher eine Regelung zu treffen.
Und genau das möchte ich euch allen mitgeben. Egal, wie ihr zum Thema Organspende steht, ob ihr als Spender zur Verfügung stehen wollt oder dem System so sehr misstraut, dass ihr nicht mitmachen wollt – Formuliert euren Entschluss eindeutig, schriftlich und auffindbar. Denn mach ihr das nicht, kommen eure Liebsten im Fall der Fälle in die Situation diese Entscheidung treffen zu müssen, in einer Zeit, die schon schwer genug ist.
Denkt mal darüber nach, was das in der ganzen Trauer zusätzlich bedeutet!
Die Welt ein kleines bisschen besser machen! Das funktioniert wenn man gibt. Auch wenn es ein hartes Thema ist. Ich bin seit Jahren aktiver Blutspender, DKMS und auch den Organspende-Ausweis habe ich immer dabei. Meine Familie ist ebenso gebrieft, sowie alles in meinen Unterlagen dokumentiert. Mir ist wichtig, dass agiert werden kann und ja auch Entscheidungen abgenommen werden, da diese schon getroffen sind!
Warum muss man eigentlich noch erwähnen wie hilfreich und wichtig die Organspende ist?
Weil der Mensch an das ‚trifft zum Glück immer die Anderen“ glaubt. Leider ein allzu dummer Herdentrieb, den es umzudrehen gilt.
Spätestens wenn der Einschlag in den eigenen Körper fährt oder Familie und Freunde betroffen sind, wünscht man sich eine aufgeschlossenere Gesellschaft oder, meinem Wunsch nach, eine grundsätzliche Körperspende nach dem eigenen Tod.
Meine Bereitschaft zu spenden kam nach einem langen Krankenhausbesuch.
Mit 20 Jahren plötzlicher Herztod.
Gerade ich, sportlich und ein 2 Meter Mann. Ich wurde mehrmals zurück geholt. Die Brandzeichen des Defibrillators hatte ich monatelang auf der Brust.
Es wurden viele Tests gemacht, um die Ursache zu finden. Erfolglos. Aber ich verbrachte Wochen auf Intensivstationen zur Sicherheit.
Dort habe ich sehr viel Trauer und Leid erfahren müssen. Sterbende, Trauernde, Eltern, die ihre Kinder verloren…
Das macht demütig! Und zeigt einem, wie wichtig es ist kein ängstlicher Egoist zu sein.
Ein Gedanke im Sterben könnte doch wärmen. Nämlich der, über den eigenen Tod hinaus ein anderes Leben zu gewährleisten.
Ihr macht damit einem anderen Menschen das GRÖßTE GESCHENK seines Lebens.
Hey, und wenn die Lichter ausgehen, kann man so vielleicht noch schnell ein paar ‚Karma-Punkte‘ sammeln.
Servus, ich bin Sebastian! Gerne unterstütze ich diese tolle Aktion der KJU Iserlohn.
Als Wolf Goertz, unser Ressortleiter Unternehmertum, auf einer Bundesvorstandssitzung im Frühjahr 2019 das Thema Organspende zur Sprache brachte, bat er uns Bundesvorstandsmitglieder um Unterstützung bei einer Aktion. Natürlich kannte Renés Situation und war sofort dabei.
Ich persönlich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema und habe auch schon seit einigen Jahren einen Organspendeausweis – aus einem sehr einfachen Grund: ich habe von Geburt an nur eine Niere. Das ist nicht schlimm, denn sie funktioniert ganz normal und man kann ohne Probleme damit alt werden, aber es fehlt das Backup.
Wenn diese eine Niere ausfällt, wäre ich sehr schnell an der Dialyse und auf ein Spenderorgan angewiesen.
In meinen Augen ist es einfach wichtig, sich zu informieren , sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und seine ganz persönliche Entscheidung zu treffen. Um eines ganz klar zu sagen: Es muss nicht jeder Spender werden, das wird von niemandem verlangt. Dennoch sollte man sich, auch in jungen Jahren, damit beschäftigen, ob man bereit ist, nach dem Tod Organe oder Gewebe zu spenden oder nicht – und diesen Entschluss festhalten.
Im Organspendeausweis kann jeder Mensch seine Entscheidung für oder gegen eine Spende dokumentieren und nimmt zudem den Angehörigen diese Last ab.
An dieser Stelle: danke René für Deinen Mut und Deine Kraft, dieses Thema so öffentlich anzugehen. Mein Ziel ist es einfach, die Leute für dieses Thema zu sensibilisieren – nicht mehr und nicht weniger.
Mit besten Grüßen
Sebastian Döberl
Stv. Bundesvorsitzender WJD 2019
Mein Name ist Thekla und ich habe seit meiner Herz-OP in 2017 einen Organspenderausweis. Als ich vor gut vier Jahren bei einen Arztwechsel und einer Kontrolluntersuchung war, erfuhr ich das ich einen angeborenen Herzfehler habe und in meinem Herzen ein kleines Loch sei. Ich war sehr verwundert, da man mich bereits sechs Jahre zuvor komplett durchgecheckt hatte.
Es folgten mehrere Krankenhausaufenthalte und Untersuchungen im Herz- und Diabeteszentrum und die Diagnose war eindeutig. Ein Loch im Herzen, dass man nur mit einer OP am offenen Herzen verschließen würde, da es größer war als vermutet. Danach folgte die Wartezeit auf ein Klinikum, dass auf angeborene Herzfehler spezialisiert ist, und welches mich operieren würde. Insgesamt vergingen 9 Monate Wartezeit auf die OP, da mein OP Termin noch einmal verschoben wurde da es in Deutschland mehr Notfälle zu diesem Zeitpunkt gab. Viel Zeit über das eigene Leben, seine Ziele und Wünsche nachzudenken, aber auch gemeinsam mit der Familie und Freunden über Sorgen und Ängste zu sprechen.
Im Januar 2017 wurde ich dann am offenen Herzen operiert und ich bin sehr dankbar, dass bei mir alles gut verlaufen ist und ich heute wieder ein ganz normales Leben führen kann. Auf der Kinderstation im Herzzentrum habe ich jedoch Kinder mit ihren Eltern kennengelernt, die bereits im Alter von 3 Jahren auf ein Spenderherz warten müssen.
Dies war für mich der ausschlaggebende Punkt Organspender zu werden und so vielleicht später das Leben eines anderen Menschen zu retten!
Für mich ist Organspende eine der einfachsten Möglichkeiten, nach dem eigenen Tod noch etwas wirklich Gutes zu bewirken.
Ich engagiere mich beruflich und ehrenamtlich dafür, Menschen zu verbinden und ihnen zu helfen, ihr Potenzial zu entfalten. Warum sollte das mit meinem Tod plötzlich enden? Wenn ich nicht mehr lebe und meine Organe einem anderen Menschen ein längeres oder besseres Leben ermöglichen können, dann ist das für mich keine schwere Entscheidung, sondern eine Selbstverständlichkeit.
Gerade wenn man Familie hat, denkt man zwangsläufig darüber nach: Was wäre, wenn meine Frau, eines meiner Kinder oder ein guter Freund dringend auf ein Spenderorgan angewiesen wäre? Dann würde ich mir wünschen, dass irgendwo ein Mensch zu Lebzeiten die Entscheidung getroffen hat, anderen diese Chance zu geben.
Deshalb halte ich die Widerspruchslösung (Opt-Out) für den richtigen Weg. Wer keine Organe spenden möchte, soll das selbstverständlich selbst entscheiden dürfen – diese Freiheit ist wichtig. Aber heute ist es genau umgekehrt: Wer sich gar nicht entscheidet, entscheidet sich faktisch gegen eine Organspende. Das halte ich für den falschen Standard. Ich finde, dass wir als Gesellschaft die Bereitschaft zu helfen als Normalfall ansehen sollten. Wer das nicht möchte, kann und soll jederzeit widersprechen – aber Nichtentscheiden sollte nicht automatisch bedeuten, dass potenziell Leben verloren gehen.
Über das eigene Lebensende nachzudenken ist nie angenehm. Trotzdem gehört es für mich zu einem verantwortungsvollen Leben dazu, wichtige Entscheidungen nicht den Angehörigen zu überlassen. Dazu zählen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht – und eben auch die Frage der Organspende.
Wenn ich irgendwann gehe, brauche ich meine Organe nicht mehr. Vielleicht schenken sie dann einem anderen Menschen noch viele Jahre mit seiner Familie. Einen sinnvolleren letzten Beitrag kann ich mir kaum vorstellen.
Das Thema Organspende war für mich, obwohl ich als Krankenpfleger einen medizinischen Hintergrund habe, lange Zeit nicht präsent. „Betrifft ja nur Andere!“ Weit gefehlt….., mit den Jahren kam die Berufserfahrung, kamen die Erlebnisse und Erfahrungen mit dem Vergehen des Lebens. Mal langsam, manchmal schnell und unerwartet und auch jüngere Menschen betreffend. Egal ob Berufsbezogen oder auch durch Unfälle im näheren privaten Umfeld. Darüber nachgedacht habe ich immer mal wieder, aber ohne Entschluss.
Konkret wurde es für mich, als ich selber Patient war. Zuerst habe ich danach eine Patientenverfügung erstellt, damit für meine Ehefrau ganz klar eine Regelung vorhanden ist, wo Sie über nichts nachdenken muss und in meinem Interesse über meinen Verlauf entscheiden kann und darf, sollte ich dazu nicht mehr in der Lage dazu sein. Der Entschluss, ein Organspender zu werden folgte daraufhin, aus dem Gedanken heraus, was ist, wenn ich einmal ein Organ benötigen würde? Natürlich wäre ich Dankbar und es wäre für mich in Ordnung, da ich am Leben hänge und Leben möchte. Da ist es doch dann Ethisch auch in Ordnung, wenn ich dann dazu auch bereit bin meine Organe zu Spenden, wenn ich für diese durch die Unvereinbarkeit meines Körpers mit dem Leben, keine Verwendung mehr dafür habe!!
Somit habe ich mir einen Organspendeausweis zugelegt, meine Frau über meine Entscheidung informiert und Ihr auch damit die Entscheidung und die Zweifel abgenommen, sollte Sie im Falle dessen darüber gefragt werden müssen ob ich meine Organe spenden möchte oder nicht. Das finde ich für mich und für Sie beruhigend.
Lieber René,
eine Ehrensache hier mitzumachen!
Ich stehe einer Organspende sehr offen gegenüber.
So wie ich anderen damit helfen könnte, wäre ich undenkbar dankbar wenn mir einer im schlimmsten Fall auch helfen könnte. Als aktiver Feuerwehrmann und in meinem persönlichen Umfeld habe ich schon oft erlebt, wie schnell sich Dinge von gestern auf heute ändern können. Deswegen hoffe, dass ihr noch mehr Menschen erreichen könnt und das Thema Organspende mal zu einem „Selbstläufer“ wird.
In diesem Sinne alles Gute dir!
Tobias Zirp
Vor gut 6 Jahren habe ich mich das erste Mal konkret mit dem Thema Organspende auseinandergesetzt. Ich hatte mich damals gerade selbstständig gemacht und mich mit der Finanziellen Absicherung meiner Familie und der Nachfolgeregelung meiner Firma im Falle meines Todes bzw. Arbeitsunfähigkeit beschäftig. Unangenehme Themen für einen 30-jährigen, aber notwendig für jeden Unternehmer mit Weitblick.
Da ich eine Regelung für meine Firmen getroffen hatte, wie es nach meinem Ableben weiter gehen soll, kam ich auf die Idee meiner Familie auch noch weitere, wahrscheinlich schwere Fragen, abzunehmen. Patientenverfügung und Organspende.
Für meine Frau und mich war das Thema Organspende irgendwie selbstverständlich. Was soll ich denn noch mit den Organen, bin ja eh nicht mehr da!
Als Unternehmer unterstütze ich gern soziale und caritative Einrichtungen. Mit einer Organspende unterstütze ich bis zu 7 Menschen direkt und unzählige Familienangehörige und Freunde und zwar mit einem der wertvollsten Dinge, die ein Mensch besitzt, seinem Leben.
Mittlerweile bin ich 36 Jahre alt und seit 6 Jahren selbstständig. Vor gut 4 Jahren habe ich eine weitere Firma zugekauft. Der alte Inhaber war schwer krank und benötigte eine Organspende. Aufgrund seiner Krankheit konnte er seine Firma nicht mehr weiterführen. Es gab auch keine Nachfolgeregelung und hätte diese Firma nicht zum damaligen Zeitpunkt eine gute Ergänzung zu unserem Geschäft abgegeben wäre die Firma heute wahrscheinlich geschlossen.
Für mich war es eine Chance und eine Bestätigung zu gleich. Die geschäftliche Chance, das Geschäftsfeld zu erweitern und die persönliche Bestätigung, dass ich mit allen Vorsorgen, die ich als 30-jähriger getroffen habe, richtig lag. Aber viel mehr noch das eine Organspende Leben rettet und im übertragenden Sinn auch das der Angehörigen und für die der Empfänger verantwortlich ist.